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Intelligentes MoPad aus Sachsen-Anhalt kann Leben retten.

hj9fsemxzyvcrwddsdwhFrau K. greift zum Telefonhörer und wählt die 112.

In der Leitstelle wird ihr Gespräch entgegen genommen. Kurze Zeit später ist ein Rettungswagen zum Wohnort der Familie unterwegs. Ein speziell für diesen „Multimedialen Rettungswagen" entwickeltes Navi leitet das Fahrzeug in das etwas abgelegene Dorf. Er fährt eine Abkürzung über einen gut ausgebauten Feldweg.

Der „Multimediale Rettungswagen" ist ausgestattet mit modernster Bordtechnik: mit einem zentralen Server, mit Kameras, Mikrofonen, Lautsprecher und mit modernster Funktechnik. Herzstück der Technik ist das MoPad – ein mobiles Pad. Bei der Familie angekommen, nimmt der Notarzt das mobile Pad aus der Halterung und geht damit zum Patienten. Auch die Erstdiagnose des Notarztes lautet Schlaganfall. Er gibt die Daten in das MoPad ein. Das schlägt ihm sofort einen medizinischen Spezialisten vor, den er zu Rate ziehen kann – per Funk oder per Video. Das MoPad sagt dem Rettungsdienst auch, in welchem Krankenhaus der Patient am besten versorgt würde. Nicht jedes Krankenhaus hat eine spezialisierte Schlaganfallstation.

Die Lebensretter haben im Team mit modernster Bildgebung und Telematik schnellstmögliche Arbeit geleistet. Schon ist der Rettungsdienst auf dem Weg in ein Krankenhaus..

Die Tonfunk Systementwicklung und Service GmbH aus Ermsleben im Harz hat einen bedeutenden Anteil daran. Die Unternehmensgruppe Tonfunk mit über 300 Mitarbeitern produziert u.a. kundenspezifische Funk-Systeme. „Unsere Spezialität sind Tablet-Computer, die in ihrem Einsatz auch mal schmutzig werden können, etwa bei der Müllabfuhr. Oder die in besonders hygienischen Bereichen wie der Medizin eingesetzt werden", sagt Tonfunk-Geschäftsführer René Grzega. Für den multimedial ausgestatteten Rettungswagen hat die Fima das MoPad entwickelt, das auch bei robusten Einsätzen an Unfallorten funktionstüchtig ist und sich ebenso leicht bedienen lässt wie ein Smartphone oder ein Tablet.

Moderne medizinische Bildgebungsverfahren machen es möglich, dass sich der Facharzt im Krankenhaus inzwischen ein Bild von dem gleich eintreffenden Patienten gemacht hat. Die Behandlungsmaßnahmen sind schon in Vorbereitung.

Das Krankenhaus mit der Schlaganfall-Spezialabteilung liegt zwar nicht in nächster Nähe, doch verkürzt das moderne Verkehrsleitsystem im MoPad die Fahrtzeit des Rettungswagens. Nähert er sich einer Ampel, empfängt diese über das Mobilfunknetz ein entsprechendes Signal und wird rechtzeitig auf Grün geschaltet. Möglich macht dies eine „intelligente" Box – eine technische Innovation, die im Institut für Automation und Kommunikation ifak in Magdeburg entwickelt und in die Ampelanlage integriert wurde. Mit diesem Gerät, sagt René Hempel vom ifak, könne sich der Krankenwagen eine grüne Welle schalten. Das würde sowohl die Fahrtzeit verkürzen, als auch dem Fahrer den Stress nehmen. „Das bedeutet auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer mehr Sicherheit", sagt René Hempel. „Schließlich bemerkt nicht jeder rechtzeitig das Herannahen eines Rettungswagens."

Dank des intelligenten MoPads wurde Herr K. sicher und schnell ans Ziel gebracht. Anhand der hinterlegten Daten hatte es erkannt, dass der Rettungswagen mit seinem höheren Aufbau gerade noch unter der Bahnbrücke durchpasst. Und weil es das Krankheitsbild von Herrn K. kennt, konnte es eine Straße mit Schlaglöchern umgehen, die wäre zu holprig gewesen für den Transport des Schlaganfall-Patienten.

Für die ärztliche Versorgung von Herrn K. ist alles vorbereitet. Die Leitstelle unterdessen empfängt vom MoPad das Signal, dass der Rettungswagen wieder einsatzbereit ist und wo er sich der gerade aufhält.

„Das sind längst noch nicht alle Informationen, die das MoPad übermittelt," ergänzt Tonfunk-Geschäftsführer Grzega. „Es ist auch eine wertvolle Hilfe beim Fuhrpark-Management. Es sammelt Daten wie zum Beispiel über den Benzinverbrauch, über die gefahrenen Kilometer, über verschlissene Teile und hilft so, die Wagen effizient zu warten und effektiv einzusetzen."

Herr K. ist genesen – ohne bleibende Schäden zu behalten. Jeder dritte Patient stirbt im Verlauf eines Jahres an den Folgen eines Schlaganfalls. Auch wenn er nicht mit dem „Multimedialen Rettungswagen" transportiert wurde. Davon nämlich gibt es bislang einzig den Prototyp als Endergebnis eines Forschungsprojektes, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Beteiligt waren neben Tonfunk aus Ermsleben auch die SBSK Daten und Informationssysteme aus Schönebeck sowie der Systementwickler für drahtlose Informationsübermittlung MALOTTKI aus Halle. Partner aus der Wissenschaft waren die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dort insbesondere der Lehrstuhl Medizinische Telematik und das An-Institut ifak.

Mit Erfahrungen aus der Praxis brachte der Johanniter-Rettungsdienst das Projekt voran. Die Ambulanz-Mobile GmbH & Co.KG aus Schönebeck baute den Prototyp.

Ob er zu einem Schlaganfall gerufen wird, zum Herzinfarkt oder zu einem schweren Unfall – der „Multimediale Rettungswagen" habe Chancen auf dem internationalen Markt, da sind sich die Partner im Forschungsbündnis einig. Sie wollen die Kombination aus Vernetzung, Intelligenz und innovativer Technik jetzt zu einem marktfähigen Produkt weiterentwickeln.

(Autorin: Kathrain Graubaum im Auftrag der IMG Sachsen-Anhalt mbH) (BU: René Grzega (links) von der Tonfunk-Gruppe und René Hempel vom ifak präsentieren das MoPad. Das mobile Pad ist das Herzstück des „Multimedialen Rettungswagens".)

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